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Guter Film, oder guter Star-Trek-Film?

Heute Abend strahlt Pro7 Star Trek aus. Nun gehe ich mal davon aus, dass inzwischen jeder hier den Film schon mal gesehen hat (obwohl, William Shatner sagt, er habe ihn noch nicht gesehen…), und jeder hat sicherlich auch eine Meinung dazu. Deswegen möchte ich den Anlass nutzen, um mal auf eine andere Meinung dazu hinzuweisen, nämlich auf die von „Harry S. Plinkett“.

„Harry S. Plinkett“ ist ein Charakter (hoffe ich…), der auf redlettermedia.com Filme bespricht. Die Leistung, die ihn bekannt gemacht hat, sind seine Besprechungen zu den drei Star-Wars-Prequels Episode I–III, die eine Gesamtlaufzeit von viereinhalb Stunden haben, davon alleine 111 Minuten zu Episode III. Die drei Filme werden darin so ziemlich restlos demontiert, und das sogar größtenteils ohne viel Fanboy-Detail-Nitpicking, sondern hauptsächlich auf der Grundlage allgemeiner Filmkritik. Ein guter Teil davon ist Lucas-Bashing, aber eine Menge der vorgebrachten Argumente sind durchaus nicht von der Hand zu weisen. Und einige Sachen wären mir so nie aufgefallen… (Hat jemand mal bemerkt, dass Shinzon praktisch Dr. Evil in wirklich böse ist?)

„Plinkett“ hat auch die fünf letzten Star-Trek-Filme besprochen – allerdings deutlich knapper. Um es kurz zu machen: Er findet auch die vier TNG-Filme nicht besonders gut, und das hauptsächlich aus dem Grund, dass er Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert großartig findet, und die Filme einen ganz anderen Ton anschlagen, als die Serie. Im Detail hat er dann auch auf der Ebene der allgemeinen Filmkritik einiges zu meckern. Deutlich anders fällt dagegen die Besprechung zu Star Trek aus, und das merkt man schon daran, dass sie deutlich weniger Anspielungen auf den Charakter „Harry S. Plinkett“ enthalten. An dieser Stelle eine Warnung an die, die auch die anderen Reviews sehen wollen: Der Humor ist recht gewöhnungsbedürftig. Um es kurz zu machen: „Plinkett“ mag den Film, aber nur, weil es ein guter Film ist, nicht unbedingt, weil es ein guter Star-Trek-Film ist. Star Trek wurde gedreht, um mit dem Namen Star Trek Geld zu machen, nachdem der letzte Versuch gescheitert war. Und diese Aufgabe – ein Film zu machen, der Geld bringt – wurde von allen Beteiligten perfekt erfüllt. Ein wichtiges Argument von „Plinkett“ ist, dass Star Trek kein guter Film für Star-Trek-Fans ist, aber es ist ein phantastischer Film für alle anderen. Er erklärt sogar ziemlich ausführlich, dass Star Trek eher ein Star-Wars- als ein Star-Trek-Film ist…

Natürlich muss man einer Filmkritik grundsätzlich nicht widerspruchslos zustimmen. Ich bin keineswegs der Meinung, dass der Dominion-Krieg Star Trek zerstört hat! Aber vielem, was „Plinkett“ zu Star Trek sagt, kann ich zustimmen. Star Trek ist ein guter Film – Punkt. Er ist sogar so gut, dass ich als Star-Trek-Fan bequem damit leben kann. Und interessant sind die Besprechungen auf jeden Fall, denn es wird eine Menge genau aufgezeigt und erklärt, die man als Zuschauer vielleicht gefühlt hat, aber nicht ganz verstanden. Wer also noch vor dem Film heute Abend 70 Minuten Zeit hat, oder die Besprechung vielleicht sogar statt des Films sehen will:

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