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Elim Garak

Elim Garak, ein männlicher Cardassianer

NatimaLang

Natima Lang, eine weibliche Cardassianerin

Die Informationen über das Gegenstück aus dem Spiegeluniversum sind unter Völker des Spiegeluniversums zu finden.

Cardassianer sind humanoide Bewohner des Planeten Cardassia Prime.

Physiologie

Ihr Gehör ist etwas schlechter als das der Menschen (DS9: Ferne Stimmen).

Äußerlich fallen neben der eher blassen Hautfarbe vor allem die beiden Nackenrücken auf, die sich zu den Schultern hinunter ziehen und mit großen Schuppen besetzt sind, die Schlageinwirkungen abpolstern. Von ihrem erhabenen Nasenrücken zieht sich ein löffelförmiger Fortsatz zur Stirn hinauf, der ihnen unter Bajoranern das Schimpfwort „Löffelköpfe“ eingebracht hat. Um ihre Augenhöhlen herum haben sie Wülste. Von diesen aus erstreckt sich noch je ein schuppiger Grat senkrecht nach oben über die Stirn auf das Schädeldach. Cardassianer haben in der Regel schwarzes glattes Haupthaar, wobei die Frauen auch alternative Frisuren tragen.

Cardassianer haben ein photographisches Gedächtnis, dass schon bei Kleinkindern trainiert wird. (DS9: Der Maquis, Teil I)

Cardassianer sind in der Lage hohe Temperaturen zu ertragen. Die Temperaturen in einer cardassianischen Sauna sind für die meisten Spezies unerträglich hoch (DS9: In eigener Sache). Dafür vertragen sie große Kälte nur sehr schlecht, ähnlich wie auch die Klingonen, und neigen auch dazu, über Kälte heftig zu jammern (VOY: Trans­lokali­sation).


Geschichte

Ursprünglich sind die Cardassianer ein Volk der Künstler, Dichter und Denker. Die Ressourcenarmut Cardassia Primes, die daraus folgenden Hungersnöte und die Verarmung der Bevölkerung lassen schließlich Militär und Geheimdienst immer mehr an Einfluss gewinnen. Dies endete mit der Gründung der Cardassianischen Union, welche, ausgehend von Cardassia Prime, mit dem expansionistischen Aufbau eines Imperiums beginnt. Skrupellos treiben die Cardassianer von nun an die Eroberung umliegender Welten voran, die sie meist als Hilfe für das jeweilige Volk ausgeben. Erst nach deren Abschluss und der erfolgreichen Besetzung eines Planeten zeigen sie ihr wahres Gesicht.

Nach dem Grenzkrieg mit der Föderation in den 2340ern wird ein brüchiges Waffenstillstandsabkommen geschlossen, das von Seiten der Cardassianer immer wieder hintertrieben und als Schande empfunden wird. Schließlich richtet man zwischen den beiden Mächten eine entmilitarisierte Zone ein, in welcher viele Föderationssiedler leben, die ihre Existenz aufgeben müssen. Viele dieser Menschen treten, vor allem nach einer gewalttätigen Vertreibung durch Cardassianer, dem Maquis bei und führen einen Untergrundkampf.

Die Cardassianer überfallen unter anderem den Planeten Bajor, den sie von 2328 an besetzt halten. Erst Jahrzehnte später ziehen sie sich wieder zurück. Es gehört zum bajoranischen Gründungsmythos, dass es der Widerstand der Bajoraner ist, der die Besatzungstruppen vertreibt, Fakt ist aber, dass der Raubbau auf dem Planeten an seine Grenzen gestoßen ist und die Cardassianer den Planeten fast vollständig ausgeplündert haben. Während der Zeit der Okkupation finden über 10 Millionen Bajoraner den Tod.

Häufiger Streitpunkt zwischen der Föderation und den Cardassianern ist die von ihnen nahe Bajor zurückgelassene Raumstation Deep Space 9, ehemals Terok Nor, welche nach dem Abzug der Cardassianer, unter Führung der Föderation, das Wurmloch in den Gamma-Quadranten bewacht, der größtenteils durch das Dominion beherrscht wird.

Cardassianer haben den Ruf, pünktlich zu sein. (DS9: Der Weg des Kriegers, Teil II)

Gesellschaft und Rechtssprechung

Durch die Vorherrschaft des Geheimdienstes und Militärs in der Cardassianischen Union entwickelte sich ein autoritäres Regime.

So verbreitet die Regierung von Cardassia den Glauben an die Unfehlbarkeit des Staates, hat auf cardassianischen Welten wie Cardassia Prime Monitore aufgestellt, in dem die Propaganda des Staates übertragen wird und ein Rechtssystem der Schnelljustiz aufgebaut. (DS9: Das Tribunal)

Dieses unterscheidet sich von dem der Föderation, weil nicht versucht wird, die Unschuld oder Schuld des Angeklagten nachzuweisen, sondern den Angeklagten von seiner Schuld zu überzeugen, da er bereits vor Verhandlungsbeginn schuldig gesprochen wurde. Prozesse dienen ferner der Unterhaltung des cardassianischen Volkes. Der Angeklagte selbst bekommt bis zu seiner Hinrichtung einen Anwalt, der als Konservator bezeichnet wird. Dessen Aufgabe ist es nach Aussage von Konservator Kovath, dem Angeklagten "die Weisheit des Staates" begreiflich zu machen und im Angeklagten jeden Willen zur Gegenwehr und Verteidigung zu brechen, indem er den Angeklagten selbst von seiner Schuld und der Richtigkeit der Entscheidung des Staates überzeugt. In einem cardassianischen Prozess geht es weniger um "Formalitäten" wie Anklage oder Schuld, sondern vielmehr um die Demonstration, dass jeder Verstoß gegen "Recht und Ordnung" sinnlos ist. Durch das Geständnis von einem "Kriminellen" soll das Volk sich erleichtert fühlen und mit einem "Happy End" für die Gerechtigkeit die absolute Sicherheit des Staates, in dem es lebt, bewiesen werden. (DS9: Das Tribunal)

Innere Machtkämpfe im Militär und des Geheimdienstes gehören zur Tagesordnung auf Cardassia. Den Cardassianern scheint jedes Mittel recht ihren Einfluss zu vergrößern. Gul Dukat kann es bei einer Gelegenheit einfädeln, dass es aussah, als hätte der große Politiker Kotan Pa'Dar seinen eigenen Sohn auf Bajor zurückgelassen. Dieser Skandal sorgte dafür, dass Pa'Dar zurücktreten musste und Dukat konnte einen wichtigen Feind in die Knie zwingen. (DS9: Die Konspiration)

Die Familie steht in der Gesellschaft der Cardassianer im Vordergrund. Oft leben mehrere Generationen unter einem Dach. Ein Mann kann sich nur glücklich schätzen, wenn er eine große Familie hat. Je größer die Familie, desto größer die Anerkennung in der Gesellschaft. Vollwaise und Mischlinge bekommen geringeren Respekt. Gul Dukat beispielsweise ist Vater von sieben Kindern (DS9: Die Konspiration). Kurz vor dem Tod ist es Brauch bei den Cardassianern, Wissen in einem Ritual an Familienangehörige weiterzugeben (DS9: Die Überwindung)

Offizielles Zahlungsmittel ist bei den Cardassianern die Währungseinheit Lek. (VOY: Der Fürsorger, Teil I).

Chronologie

  • Aufgrund mangelnder Ressourcen expandiert die Union in den Weltraum. Kolonien werden begründet, Grenzen werden abgesteckt und Cardassia wird zu Cardassia Prime.
  • das Militär auf Cardassia übernimmt in einem Putsch die Regierung, die in der Folgezeit zwischen dem Zentralkommando des Militärs und dem Geheimdienst "Obsidianischer Orden" geteilt wird
  • 2328 annektierten die Cardassianer Bajor. In den nächsten 40 Jahren kommen Millionen Bajoraner in Arbeitslagern um.
  • vor 2329 baut die Föderation Kolonien nahe der cardassianischen Grenze auf (VOY: Tattoo, Endspiel, Teil I)
  • spätestens 2334 beginnt der Betreka-Nebel-Zwischenfall, ein achtzehn Jahre andauernder Konflikt mit den Klingonen. (DS9: Der Weg des Kriegers, Teil II)
  • um 2350 greifen die Cardassianer die Föderationskolonie auf Setlik III an, da sie dort eine Raketenabschussbasis vermuten, auch bekannt als das Massaker von Setlik III.
  • 2352 beenden die Klingonen ihre Feindseligkeiten mit den Cardassianern (DS9: Der Weg des Kriegers, Teil II).
  • 2367 schließen die Föderation und die Cardassianische Union einen Nichtangriffspakt, in dem eine Pufferzone – die Entmilitarisierte Zone – vereinbart wird. Beide Parteien erklären sich bereit, Grenzkolonien in diesem Gebiet aufzugeben.
  • 2369 zwingen bajoranische Widerstandskämpfer die Cardassianer zum Abzug von Bajor. Diese lassen die sich im Orbit um Bajor befindliche Erzverarbeitungsanlage "Terok Nor" zurück. Im Mai kommt es im McAllister-C-5-Nebel nahe der Föderationsgrenze zu einer Auseinandersetzung. Die Cardassianer verstecken in ihm eine Angriffsflotte zur Eroberung des nahe gelegenen Minos Korva-Systems. Dieser Angriff wird jedoch durch die Enterprise unter dem Kommando von Captain Edward Jellico vereitelt. (TNG: Geheime Mission auf Celtris Drei, Teil II)
  • Ende 2371 zerfällt der Obsidianische Orden.
  • Im Januar 2372 wird die cardassianische Grenze geschlossen. Es gibt Gerüchte von zivilen Unruhen und Aufständen. Bald stellt sich heraus, dass eine zivile Gruppe das Zentralkommando gestürzt hat. Der Detapa-Rat wird das neue, zivil legitimierte Regierungsorgan. Der klingonische Hohe Rat unter Gowron glaubt jedoch dadurch, Cardassia sei durch das Dominion infiltriert worden und schickt eine Spezialeinheit, bestehend aus einigen Dutzend Schiffen, in den Cardassianischen Raum, welche auch Deep Space 9 anfliegt und auch dort den Befehl hat, alle Schiffe, die den bajoranischen Raum verlassen, ohne Vorwarnung zu durchsuchen. Außerdem greifen sie cardassianische Schiffe und Kolonien an. Die Föderation toleriert diesen aus ihrer Sicht unbegründeten Angriff nicht und verweigert eine aktive Beteiligung, woraufhin die Klingonen ihre Botschafter aus dem Föderationsgebiet zurückziehen und schlussendlich auch das Khitomer-Abkommen widerrufen. Es findet eine Schlacht um Deep Space 9 statt, welche den Ratsmitgliedern des Detapa-Rats Asyl gewährt. Die Schlacht endet mit einem Waffenstillstand, jedoch weigern sich die Klingonen die eroberten cardassianischen Kolonien aufzugeben, und installieren orbitale Verteidigungsanlagen. (DS9: Der Weg des Kriegers, Teil I, Der Weg des Kriegers, Teil II)
  • Im August 2373 schließen sich die Cardassianer dem Dominion an. Als Reaktion darauf vermint die Sternenflotte das bajoranische Wurmloch, um weiteren Truppennachschub zu verhindern. Dies ist der offizielle Beginn des Dominion-Kriegs.
  • 2375 zerstört das Dominion, aufgrund von Aufständen unter Damar und dem Überlaufen der cardassianischen Flotte auf die Seite der Föderation, sämtliche cardassianischen Großstädte; 800 Millionen Cardassianer sterben. (DS9: Das, was du zurückläßt, Teil II)
Laut dem Star Trek: Sternenatlas sind die Cardassianer seit 1925 Warpfähig.

Bekannte Persönlichkeiten

Auftritte

In den folgenden Episoden und Filmen waren Cardassianer zu sehen:

Hintergrundinformationen

  • Laut dem Roman Ein Stich zur rechten Zeit wollte Jeri Taylor die Cardassianer zuerst ‚Circassianer‘ nennen, doch als sie erfuhr, dass dies schon der Name einer alten antiken Kultur war, spielte sie mit dem Wort und kam schließlich auf den späteren Namen ‚Cardassianer‘.
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