Star Trek 25th Anniversary ist ein aus der TopDown-Perspektive präsentiertes Adventure Spiel für das Nintendo Entertainment System (NES). Entwickelt von Interplay, wurde es 1991 von Konami herausgebracht. In den USA tritt Konamis Unterfirma Ultra Games als Publisher auf, um Nintendos USA-Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl Spiele pro Jahr zu umgehen.
1992 entwickelte und verlegte Interplay ein Star Trek Adventure unter dem gleichen Namen für PC, Macintosh und Amiga, während Ultra Games ein ebenfalls gleichlautendes und von Visual Concepts Entertainment programmiertes Game Boy Spiel veröffentlichte. Alle drei Titel unterscheiden sich inhaltlich und spielerisch voneinander.
Das Spiel erschien in Deutschland komplett mit deutschen Texten.
Inhalt[]
Die Enterprise fliegt in das Sigma Iotia System (bekannt als Sigma Iotia II, aus TOS: Epigonen). Hier ist sie ungewöhnlichen Gravitations-Fluktuationen und magnetischen Feldern ausgesetzt, die scheinbar von einem plötzlich erscheinenden Dimensionstor stammen, in das die Enterprise mit zunehmender Geschwindigkeit gesogen wird.
Schiff und Crew werden in einen weit entfernten Sektor transportiert. Der Versuch dem Sog zu entkommen hat dabei die letzten Energiereserven des Schiffs verbraucht.
In der Nähe wird ein Planet mit Dilithium Kristallen ausgemacht und Kirk versammelt einen Landetrupp. Im Verlauf des Spiels muss die Crew der Enterprise immer wieder Kristalle sammeln, mit feindlichen Lebensformen und Einheimischen umgehen und letztlich einen Weg zurück zum Raum der Föderation finden.
Eingang zur Pyramide auf dem ersten Planeten.
Neben einem Dschungel-Planet mit Pyramiden, die denen der Azteken ähneln, jedoch deutlich fortschrittlicher sind (und mit Dilithium betrieben werden), begegnet die Crew noch Harry Mudd, wird in ein kleines Gefecht mit Romulanern verwickelt und landet letztlich wieder auf Sigma Iotia. Der Planet ist völlig verwaist. McCoy hatte bei dem letzten Besuch seinen Kommunikator vor Ort vergessen. Die Improvisationstalente haben die Technologie adaptiert und sich bei dem Versuch ein Dimensionstor zu öffnen, selbst ausgelöscht.
Gameplay[]
Aus der Titelsequenz der deutschen Version.
Phaserfeuer auf ein romulanisches Schiff.
Die meisten Sequenzen auf dem Schiff laufen halbautomatisch ab, über die Wahl der unterschiedlichen Personen, die die aktuelle Situation beschreiben. Bei einigen Gefechten kann mit Phasern und Torpedos geschossen werden.
Landetrupp beamt auf einen Planeten.
Landetrupps werden meistens manuell zusammengestellt und bestehen immer aus Captain Kirk sowie zwei weiteren Personen. Neben Spock und McCoy kann noch eine Sicherheitskraft (die einzige Person mit Phaser, außer Kirk) gewählt werden sowie ein Spezialist. Der Spezialist vertritt immer nur eine der Fachrichtungen: Biologie, Historie oder Geologie. Sollte während einer Mission eine andere Fachkraft benötigt werden, beamt das gesamte Team nach oben und in der neuen Konstellation wieder nach unten - zum ursprünglichen Landepunkt.
Auf dem zerstörten Planeten Sigma Iotia.
Die Planetenoberflächen werden in der Top-Down-Perspektive dargestellt, bekannt aus Spielen wie Zelda, Sim City (1) oder Grand Theft Auto (1 und 2). Kirk wird in horizontaler und vertikaler Richtung gesteuert, die beiden anderen Crewmitglieder folgen ihm (und gehen Gefahren nicht automatisch aus dem Weg). Gegner wie Pflanzen, Tiere oder Personen können u.U. mit Phaserfeuer ausgeschaltet werden, je nachdem mit der Einstellung "Stun" oder "Full". Sollte ein Crew-Mitglied ausfallen, wird es an Board gebeamt und steht erst beim nächsten Trip zur Verfügung. Der Fokus des Spiels liegt dennoch vor allem auf der Anwendung von Gegenständen sowie auf Gesprächen.
Einsatz des Tricorders.
Bei Verwendung des Tricorders oder bei Auswahl eines Portraits kommentieren meist Spock bzw. McCoy den fraglichen Gegenstand oder die Situation, aber auch der Spezialist wird hier aktiv, falls anfangs der passende ausgewählt wurde. Weiterhin können diverse Gegenstände eingesammelt und an bestimmten Orten eingesetzt werden.
Zeitliche Einordnung[]
Das Spiel bezieht sich aktiv auf die Ereignisse aus der Folge Epigonen, die eigentlich in der zweiten Staffel spielt und deren Sternzeit mit 4598.0 angegeben wurde. Dennoch startet das Spiel bei Sternzeit 2831.3, was zur Mitte der ersten Staffel passen würde.
Rezeption[]
Martin Klugkist schrieb in der TOTAL! 8/93 auf Seite 66: "Für die Möglichkeiten des NES hat Konami "Star Trek" ganz passabel umgesetzt. Unsere Helden und ihre Kontrahenten wurden ganz ansehnlich animiert. Die Welten, die erkundet werden müssen, sind ziemlich groß und abwechslungsreich. [...] abschnittsweise spielt sich's ganz schön träge. Manchmal dauern Fußmärsche mehrere Minuten, ohne daß etwas passiert. Wenn aber Feinde auftauchen, und das ist der zweite Haken, habt ihr oft keine Chance, die Schlacht heil zu überstehen. Unterm Strich ist Star Trek deutlich über dem Durchschnitt, ohne wirklich gut zu sein."[1]
Externe Links[]
- Das Spiel bei Moby Games
- Let's Play von World of Longplays auf YouTube
- ↑ Rezension in der TOTAL! 8/93, Seite 66, auf total.bee-ware.ch