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Star Trek: The Motion Picture ist ein Weltraum-Shooter, der 1982 von GCE entwickelt und von Milton Bredley (MB) für die Vektor-basierte Heimkonsole Vectrex auf den Markt gebracht wurde. Sega verlegte im gleichen Jahr mit Star Trek: Strategic Operations Simulator das erste größere Lizenz-Spiel für Arcade-Automaten (1983 für Heimgeräte).

Vectrex[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vectrex Heimkonsole wurde 1982 von Jay Smith für MB entwickelt. Smith entwarf 1979 bereits den technisch deutlich weniger anspruchsvollen Handheld Microvision, für den im gleichen Jahr das Spiel Star Trek: Phaser Strike erschien.

Es handelt sich um ein kompaktes Spielgerät, bestehend aus einem kleinen hochkant gestellten schwarz-weiß Röhrenmonitor, erweitert um Platinen, die die Programmierung enthalten, einen Einschub für Module, die die eigentlichen Spiele enthalten sowie, entnehmbar aus dem unteren Teil, zwei Controller, die per Kabel mit dem Vectrex verbunden sind.

Das Gerät zeigt keine Pixelgrafik, sondern Vektoren, also dünne Linien, die geometrische Muster bilden und sich bewegen können. Jedem Spiel liegt eine Folie bei, die über den Schirm gelegt wird, um weitere (statische) Interface- oder Level-Elemente hinzuzufügen und mitunter einzelne Bereiche einzufärben.

Für den Vectrex erschienen bis zum Ende der Produktion (1984) 31 Spiele, 21 davon in Europa. Star Trek: The Motion Picture wurde in Europa unter dem Titel Star Ship vertrieben.

Alle Vectrex-Spiele wurden inzwischen offiziell freigegeben und dürfen z.B. mit Emulatoren wie MAME oder ParaJVE gespielt werden.

Laut einem CES Press Kit von 1983 plante MB das Spiel noch für den Atari 2600 und andere Systeme zu portieren.

Gameplay[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Enterprise unter Captain Kirk kämpft gegen mehrere klingonische und romulanische Schiffe, um im neunten Sektor auf ein besonders großes klingonisches Raumschiff zu treffen. Nach dem Sieg über den finalen Gegner geht es zurück zum ersten Sektor und das Spiel beginnt erneut, wobei der Highscore weiterzählt und die Energiewerte schneller schwinden. Am Anfang stehen drei Schiffe (Leben) zur Verfügung, nach dem Sieg über ein Mutterschiff wird ein Schiff hinzugewonnen.

Phaser und Schilde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am unteren Rand befinden sich die Anzeigen für Waffenenergie (im Handbuch als Laser bezeichnet) und die Schilde (rechte Skala). Die Schilde können immer wieder kurz aktiviert werden, um anfliegende Torpedos abprallen zu lassen.

Raumstationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beide Werte können pro Sektor einmalig aufgefüllt werden, indem die Raumstation mit dem Powerlink anvisiert und verbunden wird. Die Raumstation kann durch die eigenen Waffen ebenfalls zerstört werden, weswegen ein Abschuss von Feinden in der Nähe der Station mehr Punkte bringt.

Hauptgegner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt zwei Gegnertypen: die Romulaner und die Klingonen, die sich nur in der Optik unterscheiden. Ein einzelner Treffer durch deren Torpedos führt zur Zerstörung des eigenen Schiffs, wenn das Schild nicht rechtzeitig aktiviert oder das Projektil durch Beschuss zerstört wurde. Ein Riss des eigenen Displays zeigt den Verlust der aktuellen Enterprise an.

Star Trek The Motion Picture (1982, Spiel) Hauptgegener

Zwei Laser-Schüsse fliegen auf den Endgegner zu, dessen Torpedorampe jedoch nicht leuchtet und somit nicht zerstört werden kann. Bild mit ParaJVE erstellt.

Endgegner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im neunten Sektor wird nur gegen ein sehr großes klingonisches Schiff gekämpft. Das ist zwar leicht zu treffen, jedoch lässt es sich nur zerstören, indem die Torpedorampe im Bug getroffen wird und auch nur dann, wenn diese leuchtet. Da es in diesem Sektor keine Station gibt, können weder Schilde noch Waffen aufgeladen werden.

Schwarzes Loch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem bei Spielstart festgelegten Sektor (Voreinstellung ist Sektor 1) findet sich in Form eines Rechtecks ein sogenanntes Schwarzes Loch, das im Spiel die Funktion eines Wurmlochs erfüllt und die Enterprise beim Anvisieren direkt zum neunten Level transportiert.

Multiplayer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zweispielermodus wird nicht synchron ausgetragen. Vielmehr wechseln sich die spielenden Personen ab und beginnen immer in dem Sektor in dem sie zuletzt gestorben sind.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Perry Greenberg ist in der Video Games Vol. 1, Nr. 4 (1/1983, Seite 80) wenig angetan: "Last, and unfortunately least, is Vectrex's Star Trek game, a poor-man's variation of the first-person space-shooting theme. Star Trek is just a monotonous shoot-'em-up that doesn't provide the fantasy of piloting a space ship and engaging a formidable futuristic foe in cosmic dogfights like so many of the comparable games. There's no mapping, no radar, no fuel levels to gauge. There is a black hole to explore which brings you face to face with the Klingon mother ship, but this doesn't make up for the dull, colorless graphics and the tedious play of Star Trek."

TV Gamer beschreibt in der Ausgabe 9/1983 (Seite 55) kurz den Titel: "MB's answer to Star Raiders should really appeal to all Trekkies [...] The graphics are very good as is the '3D' effect of the rotating space station and the debris of the Alien craft. This is definitely among the most addictive of the Vectrex space games available so far."

Externe Links[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Spiel bei Trekcore
  • Der Vectrex Emulator ParaJVE
  • CES Press Kit zu den nicht erschienen Versionen
  • Test in der Video Games Vol. 1, Nr. 4 (1/1983, Seite 80) im Internet Archive
  • TV Gamer Testbericht in der Ausgabe 9/1983 (Seite 55) im Internet Archive
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